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Schulnoten für den Elektro-Golf
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Advertorial Schulnoten für den Elektro-Golf

Wie praxistauglich sind E-Autos wirklich? Diese Frage wollen wir in Kooperation mit VW beantworten. Die Leser von zehn Tageszeitungen testen eine Woche lang zehn mit Strom betriebene Fahrzeuge, die von VW zur Verfügung gestellt wurden. Über die Erlebnisse und Erfahrungen unserer Leser berichten wir täglich.

100 Jahre Elektromobilität vor dem PS.Speicher in Einbeck: Tageblatt-Tester Edgar Schulz zwischen E-Golf und einem Detroit Electric von 1916.

Quelle: Mischke

Göttingen. Der große RND-E-Autotest geht an diesem Freitag zu Ende. Zeit für Tageblatt-Tester Edgar Schulz, ein Fazit zu ziehen. Dass der pensionierte Lehrer den Test in Kategorien aufteilt und Schulnoten vergibt lag nahe. „Ich bin in der Test-Woche rund 1.800 Kilometer mit dem E-Golf unterwegs gewesen“, sagt Schulz. „Ich wollte herausfinden, wie alltagstauglich er für mich als Pensionär, Hausmann und für die Zweiergemeinschaft mit meiner Partnerin ist und habe die für uns üblichen Mobilitätssituationen komprimiert simuliert.“
Die Alltagstauglichkeit des E-Golf im Nahstreckenbereich erhält von Schulz die Note 1. „Für Erledigungsfahrten in der Stadt, Besuche von Freunden und Bekannten oder auch für den Ausflug zur Weserfähre nach Hemeln ist die Ladekapazität der Batterie völlig ausreichend.“ Außerdem bestehe durch die Nachlademöglichkeit während des Einkaufens eine größtmögliche Reichweitensicherheit. Für die Alltagstauglichkeit auf der Mittelstrecke vergibt der erfahrene E-Mobilist nur die Note 3. „Für Strecken unterhalb der Nennreichweite von 300 Kilometern werden Zwischenladungen zu schnell notwendig“, so Schulz. Auffällig sei für ihn gewesen, dass die Differenz der angezeigten Reichweiten in den drei Fahrmodi „Normal“, Eco“ und „Eco+“ nur sehr gering ausfiel. Die Stufe „Eco+“ sei mit so vielen Einschränkungen in Geschwindigkeit und Komfort verbunden, dass Schulz sie für nicht gerechtfertigt hält.
Für Strecken über 300 Kilometer, so der Tester, sei die Batteriekapazität des E-Golf noch zu gering. Ein sorgenfreies Fahren sei auf Grund der lückenhaften Lade-Infrastruktur kaum möglich. Man lebe ständig in Reichweiten-Angst. „Daher gibt es von mir für die Alltagstauglichkeit im Fernstreckenbereich auch nur ein „schwach ausreichend (4-).“ Die Ausstattung des Testwagens hat Schulz indes überzeugt – er vergibt Note 2 – wobei er auch hier Kritikpunkte anmeldet. Beispielsweise wünscht er sich Staumöglichkeiten für die Ladekabel, die stets zugänglich sind. Und: „Statt der Leuchte im Außenspiegel, die den Bereich vor der Fahrertür anstrahlt, hätte man besser die Ladesteckerbuchse beleuchten sollen.“
Der E-Golf habe, so Schulz, aufgrund seiner Reichweite eine hohe Zuladungsfrequenz und sei deshalb im Zusammenhang mit der derzeitigen Ladesäuleninfrastruktur zu bewerten. „Da das ‚Ladesäulenfeld‘ von vielen Anbietern und sehr unterschiedlich organisiert wird, sehe ich hier – neben der kleinen Ladekapazität – den eigentlichen Schwachpunkt der Elektromobilität und vergebe gerade noch die Note 5 – ein mangelhaft.“ cm

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