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Neues Tagespflege-Haus in Weende geplant
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Debatte im Ortsrat Neues Tagespflege-Haus in Weende geplant

Wenn es nach dem Bauherrn Johannes Jansen geht, soll das Seniorenzentrum Weende schon bald um eine Tagespflege und eine ambulante Pflege erweitert werden. Die Pläne dafür stellte er den Mitgliedern des Ortsrates Weende / Deppoldshausen während der jüngsten Sitzung vor.

Die alte Friedhofsgärtnerei am Junkerberg wird nicht mehr genutzt und soll als Bauland ausgewiesen werden.

Quelle: Richter

Weende. „Es ist eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden Dienstleistungen“, sagte Jansen, Geschäftsführer vom Seniorenzentrum Weende, dass am Max-Born-Ring an den Friedhof Junkerberg grenzt. Jansen will mit seinem Seniorenzentrum „alles unter einem Dach“ anbieten. Die Gebäude für Tagespflege und ambulante Pflege sollen auf dem 3 500 Quadratmeter großem Grundstück der Friedhofsgärtnerei in den kommenden zwei Jahren entstehen.

In der Planung sind die Eingänge einander zugewandt und die Gebäude des Seniorenzentrums orientieren sich als dreiteiliges Ensemble um eine gemeinsame Mitte. Die Bebauungsfluchten der angrenzenden Wohnbebauung würden aufgenommen, damit das neue Gebäude keinen Fremdkörper im Wohngebiet darstelle, erklärt Jansen.

20 Tagesgäste sollen in der 400 Quadratmeter großen Einrichtung betreut werden. Die Tagespflege zieht ins Erdgeschoss und der erste Stock ist für die ambulante Pflege vorgesehen. In der Tagespflege können pflegebedürftige Senioren von 8 bis 16 Uhr betreut werden.

Jansen weist auf den Bedarf nach Seniorenangeboten hin. In dem 2007 eröffneten Seniorenzentrum gibt es 65 Einzelappartments und zwölf Wohnung. 2012 seien mit dem Neubau „Betreutes Wohnen Weende-Nord“ 22 weitere Wohnungen entstanden. „Keine der Wohnungen hat auch nur einen Tag leer gestanden“, betont der Geschäftsführer des Seniorenzentrums.

Der Bedarf sei nicht nur für Weende, sondern auch für die Stadt Göttingen vorhanden. Außerdem sei das Pflegemodell „ambulant vor stationär“ politisch gewollt. Mit Tagespflege und ambulanter Pflege entstünden zehn bis 15 Arbeitsplätze.

Claus-Dieter Bachmann, der den Steinmetzbetrieb am Junkerberg betreibt, sorgt sich um die Zukunft des Friedhofs Junkerberg. Er fordert, dass sich auf dem Gelände der ehemaligen Friedhofsgärtnerei friedhofsnahe Gewerke ansiedeln sollten. In die unmittelbare Nähe eines Friedhofs gehöre eher eine Gärtnerei und anderes friedhofsnahes Gewerbe. „Ein Friedhof hat eine soziale Struktur, die er sonst nicht erfüllen kann“, ergänzte Anja Wille-Bachmann.

Von Katrin Westphal

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