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Stadt Göttingen will Aus für AKW Grohnde
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Rat verabschiedet Appell an Umweltminister Stadt Göttingen will Aus für AKW Grohnde

Als erste Großstadt in Deutschland verlangt Göttingen eine sofortige Stilllegung des Atomkraftwerks Grohnde im Kreis Hameln-Pyrmont. Der Göttinger Stadtrat verabschiedete am Freitagabend mehrheitlich einen entsprechenden Appell an Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne).

Quelle: Archivbild

Göttingen/Grohnde. Das Ministerium ist die zuständige atomrechtliche Aufsichtsbehörde. Im alternden AKW Grohnde seien "immer mehr Störfälle, Baumängel und Pannen zu verzeichnen", heißt es in der Resolution. Es bestünden Bedrohungen etwa durch Flugzeugabstürze. Für einen großen atomaren Unfall gebe es keine hinreichenden Katastrophenschutzpläne.

Die Resolution, verfasst von Piraten, "Die Partei", Bündnis 90/DieGrünen, Linken und Torsten Wucherpfennig war während der Sitzung des Rates der Stadt von Felicitas Oldenburg (FDP) und Hans-Georg Scherer (CDU) kritisiert worden. Ihre Fraktionen vertreten die Meinung, dass sich dabei nicht um ein lokalpolitisches Thema handele. Zuvor hatte Ute Simmerling von der Anti-Atom-Initiative Unterschriften überreicht. Francisco Welter-Schultes brachte die Resolution ein.

Der Meiler an der Weser ist nach Angaben von Umweltschützern mit bislang rund 250 Vorfällen "Störfallspitzenreiter" unter den deutschen Atomkraftwerken. Am 10. März wurde das Kraftwerk kurzzeitig geräumt, weil es keinen Funkkontakt zu einem Deutschland überfliegenden Verkehrsflugzeug gab.

In den vergangenen Wochen hatten sich bereits mehrere Kommunen in Nordrhein-Westfalen wie Vlotho und Detmold für eine schnelle Abschaltung des AKW eingesetzt. Bürger aus dem Weserbergland wollen zudem mit einer Klage die Stilllegung erzwingen. Nach dem Atomgesetz darf Grohnde noch bis Ende 2021 laufen. epd / bib

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