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„Gary Moore ist mein größter Einfluss“
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Henrik Freischlader „Gary Moore ist mein größter Einfluss“

Henrik Freischlader zählt zu den erfolgreichsten deutschen Bluesmusikern. Wer ihn hört, spürt den Einfluss des legendären Gary Moore. Mit seinem  Album „Blues for Gary“ verneigt er sich vor diesem 2011 gestorbenen Musiker aus Nordirland. Am Freitag, 21. April, stellt Freischlader das Album in der Musa vor.

Quelle: r

Göttingen. Tageblatt: Schön, dass Sie nach Ihrer künstlerischen Pause wieder nach Göttingen kommen. Wie wichtig war die Pause für Sie?

Freischlader: Danke, wir freuen uns auch sehr auf das Konzert in der Musa. Die Pause war für mich sehr wichtig. Ich hatte sie eigentlich länger geplant. Aber der musikalische Tatendrang war dann doch sehr schnell wieder da.

Auftritt

Hendrik Freischlader gastiert am Freitag, 21. April, in der Musa, Hagenweg 2a in Göttingen. Das Konzert beginnt um 21 Uhr.

Sie kommen jetzt mit einer Hommage an Gary Moore – einem Ihrer Vorbilder. Was hat Ihnen an seiner Musik so gefallen?

Gary Moore ist mit Abstand mein größter Einfluss und der Grund dafür, dass ich heute überhaupt Musik mache. Mir gefallen die Kraft, die Virtuosität und vor allen Dingen das unglaubliche Gefühl in seinem Spiel. Dazu der Mix aus Blues und Rock – damals wie heute ist das für mich eine unschlagbare Kombination.

 

Sie gastieren in die Musa mit ehemaligen Mitmusikern von Gary Moore. Wie kamen Sie in Kontakt mit Keyboarder Vic Martin und Bassist Pete Rees?

In Ungarn gibt es schon seit langer Zeit einen Gary-Moore-Fanclub, in dem ich Mitglied bin. Mein Freund Csillag Zoltán hat diesen Fanclub ins Leben gerufen. Auch das erste von insgesamt sieben Gary-Moore-Memorial-Konzerten hat er 2011 veranstaltet und ich wurde eingeladen mit Garys Band dort zu spielen, so kam der Kontakt zustande.

 

Moore spielte am liebsten eine Gibson Les Paul. Spielen Sie auf dieser Tour auch wieder dieses Gitarren-Modell?

Ja, ich werde zwei Les Pauls mitnehmen und vielleicht noch eine alte Gibson ES-345. Die Les Paul singt. Das ist und bleibt einfach Garys Sound.

 

Eine Frage zum Blues. Die klassischen Strukturen haben sich in den letzten Jahren aufgelöst. Woran erkennt man heutzutage einen Blues-Song?

Einen guten Blues-Song erkennt am Groove. Ist der gut, kommt der Song mit wenig aus. Im Blues geht es meiner Meinung nach um gutes Handwerk und ehrliche Arbeit. Dass die ganz strengen, klassischen Strukturen viel variiert wurden, spricht ja für die enorme Bedeutung und die Ursprungskraft des Blues.

 

Was ist das Schwierigste und was ist das Schönste im Leben eines Musikers?

Das Schönste ist die ständige Gegenwart von Kreativität und Inspiration, und das Schwierigste ist die Integration dieses Zustands in eine finanzielle Welt. 

 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit – wenn es sie denn gibt?

Die gibt es. Mal sind es nur Stunden, mal ein paar Tage. Ich genieße gerne einen guten Film, arbeite etwas in der Natur, gehe spazieren, unterhalte mich mit lieben Menschen über Gott und die Welt – im wahrsten Sinne – und freue mich einfach an der Schöpfung.               

 Interview: Udo Hinz

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