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Unterwegs zu „neuen Ufern“
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GSO mit Cellist Julian Steckel zu Gast in der Universitäts-Aula Unterwegs zu „neuen Ufern“

Werke von Antonín Dvoˇrák und Felix Mendelssohn haben jetzt auf dem Programm eines Konzerts des Göttinger Symphonie-Orchesters (GSO) gestanden. Solist war der Julian Steckel, einer der weltbesten Cellisten. Chefdirigent Christoph-Mathias Mueller verriet das Thema der nächsten Saison: „Neue Ufer“.

Einer der besten seines Fachs:L der Cellist Julian Steckel.

Quelle: Richter

Göttingen. „Absolute Weltklasse am Cello, besser geht es nicht“, sagte Mueller über den Cellisten Steckel. Der Musiker betrat nach dieser Eloge äußerlich sehr entspannt das Podium des Solisten in der Aula der Universität am Wilhelmsplatz. Ganz versunken hörte er sich ein in Dvoˇráks Konzert für Violoncello und Orchester Nr.1 h-Moll op. 104, um dann zu brillieren.

Zwischen mächtig und ganz leise und zart spannt sich sein Ausdrucksbogen. Samtig streichelt er mit dem Bogen die Seiten. Dabei habe der Komponist das Violoncello nicht besonders geliebt, weil es „oben näselt und unten brummt“, war dem sehr informativen Programmheft zu entnehmen. Das Publikum feierte Steckel anschließend enthusiastisch – und wurde mit Sergei Prokofjews „Marsch für ein Kindlein“ als Zugabe belohnt, ein sehr fröhlich-tänzerisches Werk.

„Das GSO und die Göttinger Universität arbeiten zusammen“, sagte Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel zur Begrüßung, auch an diesem Abend. Beide Institutionen waren die Gastgeber des Abends. Chefdirigent Mueller würdigte diesen „ganz speziellen Abend in diesem wunderschönen Raum“, nach dem er sehr dynamisch auf das Dirigentenpult gestürmt war. Mueller und das Orchester schätzen es sehr, mal nicht auf einer Bühne wie in der Stadthalle, sondern dicht am Publikum aufzutreten, berichtete GSO-Geschäftsführer Klaus Hoffmann beim Empfang, der sich an das Konzert anschloss.

Stefan Lipski, Vorsitzender des GSO-Fördervereins berichtete, dass das Orchester vor der Gründung der Träger-GmbH „immer in Bürgerhand“ gewesen sei. Das GSO habe dem Förderverein gehört. Heute sei der Förderverein „der gute Onkel, der immer noch ein paar Euro auf der Naht hat“. Lipski lobte die Akustik der  Uniaula und wurde schließlich auch politisch. Das GSO sei bester Beleg dafür, dass Menschen aus vielen verschiedenen Nation in Frieden miteinander leben und harmonisch miteinander musizieren“ könnten.

Die nächste Saison wird für Mueller die letzte als Chefdirigent des GSO sein. Er, aber auch die Musiker suchten immer wieder neue Herausforderungen, erklärte Mueller seine Entscheidung, die er im vergangenen Jahr bereits verkündet hatte. Ganz programmatisch lautet denn auch das Motto der neuen Saison: „Neue Ufer“.

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