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Auf 192 Rädern durch Südniedersachsen
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287 Tonnen Transformator Auf 192 Rädern durch Südniedersachsen

Die letzte Etappe des Transports eines 287 Tonnen schweren Hochspannungstransformators hat begonnen. Im dritten Anlauf setzte sich das 54 Meter lange Gefährt am Donnerstagabend in Adelebsen in Bewegung.

Die letzte Etappe des Transports eines 287 Tonnen schweren Hochspannungstransformators hat begonnen. Im dritten Anlauf setzte sich das 54 Meter lange Gefährt am Donnerstagabend in Adelebsen in Bewegung.

Quelle: Mischke

Adelebsen. Es sind 24 Kilometer bis zu seinem Bestimmungsort Hardegsen. Zwei Nächte sind dafür geplant. Bereits am Donnerstagnachmittag wurden auf der Strecke zwei Fly-Over-Brücken installiert und für das 54 Meter lange, 4,10 Meter breite und 4,70 Metern hohe Gefährt passierbar gemacht. In den vergangenen Tagen hatten die Mitarbeiter des Transportleiters Florian Kopp weitere Hindernisse wie Zäune oder Schuppen, die zu nah an der Straße lagen, entfernt. Das erste große Hindernis liegt bereits kurz hinter dem Startpunkt am Solarpark Adelebsen.

Da die Landstraße über die Bahntrasse nicht tragfähig genug gewesen wäre, biegt der Schwertransport nach wenigen hundert Metern in die schmale Kreisstraße Richtung Wibbecke ab. In Schrittgeschwindigkeit rollt der Tross nach Lödingsen. Für die Profis vom Transportunternehmen Daher wird es hier das erste Mal spannend. Hier müssen die Fahrer der beiden 800 PS starken sogenannten Selbstfahrer ihre vier Millionen Euro teure Ladung Zentimeter genau navigieren.

Die Planung des Transports habe sechs Monate in Anspruch genommen, erzählt Projektleiter Patrick Karwath. Bis Freitagnacht soll das Projekt beendet sein. Wenn alles glatt geht, wird es der Tross in dieser Nacht bis Parensen schaffen - geplante Ankunft ist 2 Uhr und mitten auf der Straße. Die Landesstraße 255 wird für einen Tag zum Parkplatz.

Das letzte Teilstück über Nörten-Hardenberg und dann via Bundesstraße 446 bis zur Umspannstation östlich von Hardegsen ist für Freitagnacht geplant. Dort wird der Transformator für die Wahle-Mecklar-Leitung von Tennet benötigt und wandelt die 380-Kilovolt-Höchstspannung in 110-Kilovolt-Hochspannung um.

Der Transformator wurde im niederländischen Niederegge gebaut, kam per Schiff nach Duisburg. Im dortigen Hafen wurde er auf den 66 Meter langen Spezial-Schienentieflader umgeladen. Es folgte die zwei Wochen dauernde Bahnfahrt nach Adelebsen. Der Transport ist nur der Auftakt. Vier weitere Trafos müssen in Hardegsen installiert werden. Einer noch in diesem jahr, 2018 folgen zwei weitere, der letzte kommt 2019.

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