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Mit dem Lama durch Deutschland
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Ungewöhnlicher Trupp Mit dem Lama durch Deutschland

Ein ungewöhnlicher Trupp ist gerade in und um Göttingen unterwegs: Zwei Männer, zwei Frauen und vier Lamas. Ende März starteteten die Lama-Pilgerer in Friedrichshafen am Bodensee und sind auf dem Weg zur Ostsee. Noch rund 500 Kilometer trennen sie von ihrem Ziel.

Ein ungewöhnlicher Trupp ist gerade in und um Göttingen unterwegs: Zwei Männer, zwei Frauen und vier Lamas. Ende März starteteten die Lama-Pilgerer in Friedrichshafen am Bodensee und sind auf dem Weg zur Ostsee.

Quelle: Mischke

Friedland. Von Friedrichshafen ging es über Ulm, Würzburg und Fulda bis nach Göttingen - allerdings querfeldein. Traudl Treichl ist für die Navigation der Tour zuständig ist. Dafür orientiert sie sich am Jakobsweg. Donnerstagabend wollen sie den Göttinger Stadtteil Geismar erreichen und dann weiter über Nörten-Hardenberg Richtung Northeim wandern.

„Das Stück gerade war das Paradies“, beschreibt Lama-Wanderer Eugen Treichl die vergangene Etappe von Hohengandern nach Lichtenhagen. Dabei hat ihm vor allem die Rapsblüte gefallen. Jetzt sitzen sie im Ortskern auf einer Wiese, die Lamas grasen zufrieden. Ungefähr 20 Kilometer legen sie täglich zurück - Heu, Essen, Trinken und eine Campingausrüstung tragen die Tiere auf ihren Rücken. Die Wanderer übernachten dort, wo es passt: In Herbergen, Pensionen und in Reithallen auf Pferdehöfen. Unterwegs lernt die ungewöhnliche Reisegemeinschaft die unterschiedlichsten Menschen kennen. „Spucken die?“, sei die gängigste Frage nach den Lamas. Und manche drücken den Lama-Pilgerern „Geld für die Tiere“ in die Hand, erzählt Traudl Treichl.

Eigentlich war das ganze eine Schnapsidee. Willi Schimmer, der im Berchtesgardener Land lebt und dort Lama-Trecking-Touren organisiert, wollte Deutschland mit Lamas durchqueren. Dazu brauchte er allerdings Unterstützung und Ablösung, die Eugen und Traudl Treichl spontan anboten. Aus der fixen Idee wurde die „Via Lama“. Die hat das Quartett selbst erarbeitet - inklusive eigener Homepage und Lama-Pilgerausweis.

Das Weit-Wandern fasziniert alle vier. „Gehen, gehen und nochmals gehen - das macht uns Spaß“, sagt Eugen Treichl. Der Österreicher hat bereits einige Lama-TreckingKilometer durch seine Heimatberge zurückgelegt, doch jetzt wollte er das Nachbarland erkunden. Beruflich hatte er ein anstrengendes Leben geführt. Er hatte mit Juwelen gehandelt und ist „wie ein Irrer durch die Gegend gefahren.“ Jetzt setzt er auf Entschleunigung.

Die beiden Paare wandern nur kurz zusammen, es ist gerade wieder Ablösung. Die vergangenen drei Wochen war Willi Schimmer mit Rocky und Lanzelot unterwegs, jetzt übernehmen die Treichls mit Peppone und Paco. Weil Lamas Rudeltiere sind, gehen sie immer zu zweit. In drei Wochen ist der nächste Wechsel, um die Tiere, die zwischenzeitlich mit ihren Haltern Zuhause sind, zu schonen. Wer die tiefenentspannte Gruppe virtuell begleiten möchte, kann dies im Internet unter vialama.jimdo.com tun.

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