Menü
Vier ehemalige Drogenabhängige sprechen
Klein Mittel Groß

Rüdershausen Vier ehemalige Drogenabhängige sprechen

Über ihre Probleme mit Drogen und Alkohol sprechen am Sonntag, 23. April, vier junge Männer in Rüdershausen. Das Treffen beginnt um 17 Uhr mit einer Andacht in der katholischen Kirche St. Andreas. Die Männer gehören der christlichen Gemeinschaft Cenacolo an, die ihnen bei der Überwindung der Sucht hilft.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Rüdershausen. „Auf dem Weltjugendtag in Madrid 2011 habe ich erstmals von der Gemeinschaft gehört“, berichtet Pfarrer Markus Grabowski. Später erfuhr er, dass ein Jugendlicher aus dem Untereichsfeld in einem Cenacolo-Haus lebt. So besuchte er im Sommer 2016 die einzige solche Einrichtung im deutschsprachigen Raum: das Haus in Kleinfrauenheid im österreichischen Burgenland.

Erfrischender Gesang

„Einen Tag habe ich mit den jungen Männern zusammen gelebt“, erzählt der Pfarrer. Sie arbeiteten und beteten gemeinsam. Abends feierten sie eine Messe. Die „Innerlichkeit“ und der „erfrischende Gesang“ sind dem Geistlichen in Erinnerung geblieben.

Zu seiner Überraschung stellte sich heraus, dass sich der Verein Freunde der Gemeinschaft Cenacolo Deutschland alle zwei Jahre im Marcel-Callo-Haus in Heiligenstadt für ein Wochenende trifft. So entstand die Idee, dass Mitglieder der Gemeinschaft bei dieser Gelegenheit Jugendlichen seiner Gemeinde aus ihrem Leben erzählen. Am Montagmorgen sprechen sie zudem in einer weiterführenden Schule in Duderstadt.

1983 gegründet

„Bei Cenacolo habe ich erlebt, dass Glaube Berge versetzen kann“, berichtet die Vereinsvorsitzende, Ilka Kühn aus Leinefelde. Abhängige, die in eines der Häuser aufgenommen würden, brächen den Kontakt zu ihrem alten Milieau ab. In den Einrichtungen fänden sie „wirkliche Freunde“. Für drei, vier Jahre lebten sie dort, überwänden ihre Sucht und wagten dann ein neues Leben draußen. Eine Minderheit übernehme anschließend Leitungsaufgaben in einem der weltweit 65 Cenacolo-Häuser. Gegründet worden sei die Gemeinschaft 1983 von der Ordensschwester Elvira Petrozzi in der Nähe von Turin.

E-Mail facebook twitter google+WhatsApp
Voriger Artikel: Leon Engelhardt gewinnt Hauptpreis
Nächster Artikel: Ein ereignisreiches Jahr

Kommentare im Forum