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BG-Kapitän Dominik Spohr geht von Bord
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BG Göttingen BG-Kapitän Dominik Spohr geht von Bord

Basketball-Bundesligist BG Göttingen verliert einen wichtigen Führungsspieler. Kapitän Dominik Spohr wird die Veilchen nach Saisonende verlassen. Der gebürtige Hagener will es künftig ein wenig ruhiger angehen lassen und sportlich nicht mehr auf Top-Niveau spielen.

Dominik Spohr

Quelle: Pförtner/Archiv

Göttingen. „Es war eine sehr schwere Entscheidung für mich. Göttingen ist zu meiner zweiten Heimat geworden und mir sehr ans Herz gewachsen“, betont Spohr. Doch der gelernte Bankkaufmann denkt an seine Zeit nach seiner Profi-Karriere und sieht jetzt den richtigen Zeitpunkt, um die Weichen zu stellen. „Ich muss jetzt langsam an den Einstieg in ein richtiges Berufsleben denken und will mein Studium erfolgreich abschließen. Das ist als Profi zeitlich nebenbei nicht möglich.“ Sein Karriere-Ende sieht Spohr allerdings noch in weiter Ferne. Er könne sich ein Engagement bei einem ProA-Ligisten sehr gut vorstellen.

„Dominik Spohr wird als Paket kaum zu ersetzen sein“, betont BG-Trainer Johan Roijakkers. Der 27-jährige Power Forward hält einen Rekord. „In meiner Karriere als Cheftrainer habe ich mit keinem Akteur länger am Stück zusammengearbeitet“, verrät Roijakkers. Die Rolle seines Kapitäns sei trotz geringerer Spielanteile sehr viel größer, als von Außenstehenden angenommen, unterstreicht der Niederländer und konkretisiert: „Ich wollte Dominik unbedingt halten, weiß aber seit einigen Monaten, dass er uns verlassen wird. Er hat mit seiner Mentalität, niemal aufzugeben, im Training und im Kraftraum immer den Ton angegeben. In dieser Saison war er ein großartiger Kapitän. Er hat unseren neuen Spielern sehr geholfen, sich im Team und in der Stadt zurechtzufinden. Ich bin sehr stolz, dass ich Dom vier Jahre lang trainieren durfte.“

Basketball 2. Bundesliga ProA, Saison 2013/14, Playoffs Halbfinale, 3. Spieltag, BG Göttingen - Giessen 46ers, 25.04.14, S-Arena, Göttingen: Göttingens Jermain Raffington (l) und Dominik Spohr trinken Bier. Foto: Swen Pförtner

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Respekt und Anerkennung gibt Spohr in Richtung seines Headcoaches zurück, der ihn vor der aktuellen Spielzeit zum Kapitän ernannt hat. „Ich habe es in meiner Basketball-Karriere schon viel weiter gebracht, als ich es jemals vermutet hatte. Das habe ich in erster Linie Johan Roijakkers zu verdanken, der mich zu einem besseren Basketball-Spieler gemacht hat. Er hat mir geholfen, meine Rolle zu finden und das Spiel noch besser zu verstehen.“ Auch private Gründe haben zu Spohrs Entscheidung beigetragen. Seine Freundin Jasmin lebt und arbeitet in Hagen.

Nach dem Abgang von Publikumsliebling Robert Kulawick in der vergangenen Spielzeit verliert die BG Göttingen mit Kapitän Dominik Spohr eine weitere Identifikationsfigur. Roijakkers hatte Spohr im Juni 2013 nach Göttingen gelockt. Er wechselte von Erstliga-Absteiger Giessen 46ers nach Südniedersachsen. Das 1,98 Meter große Kraftpaket mit dem samtweichen Distanzwurf-Händchen wurde schnell ein wichtiger Teil des BG-Erfolgs. Den Erstliga-Aufstieg 2014 bezeichnet der Sympathieträger als seinen größten sportlichen Erfolg. „Wir werden ihn sehr vermissen und unsere Tür wird für ihn immer offen sein“, betont Roijakkers.

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